Das Revier – Mecklenburgische Seenplatte

Von Oranienburg bis Schwerin, von Wittenberg bis Waren. Erleben Sie eines der schönsten Landschaftsgebiete Mitteleuropas.

Der Heimathafen Himmelpfort inmitten der Mecklenburger Seenlandschaft bietet sich als idealer Ausgangspunkt für Touren in nahezu alle Mecklenburger Gewässer an.

Unsere Schiffe können Sie auch ohne Führerschein chartern! Wir weisen Sie ausführlich in die Bedienung und den Umgang mit Schiff, Karte sowie in die Verkehrsordnung ein.

Es ist eine ganz neue Dimension, auf diese Art und Weise Urlaub zu machen. Befindet man sich auf einem solchen Boot, scheint die Zeit viel langsamer zu vergehen. Die Landschaft zieht vorbei und man kann in aller Seelenruhe schauen und genießen. Hier in der Mecklenburgischen Seenplatte trifft man sie noch, solch selten gewordene Tiere wie den Fischotter oder den Seeadler, der hoch in der Luft seine Kreise zieht, um dann, seine Beute scharf im Visier, gezielt herabzustürzen.

Und dabei ist alles so leicht. Das Boot lässt sich prima manövrieren und bereitet selbst mir, da ich ein wahrhafter Anfänger bin, keine nennenswerten Probleme. Man braucht nicht einmal einen Bootsführerschein, was mir als Landratte sehr entgegen kommt. Hatte ich doch selbst bisher nur als Passagier Kontakt mit dem nassen Element, doch jetzt als eigener Freizeitkapitän ist die Fahrt eine noch  viel spannendere Angelegenheit.

Die Mecklenburgische Seenplatte

Die Mecklenburgische Seenplatte gliedert sich in mehrere Teile: Plauer See, Fleesensee, Kölpinsee und Müritz bilden ein zusammenhängendes System, das Oberseen oder Große Seenlandschaft genannt wird. Bei Waren/Müritz erstreckt sich im Müritz-Nationalpark der gleichnamige See, auch Mecklenburgisches Meer genannt. Er ist mit 117 km2 der zweitgrößte See Deutschlands.

Nordwestlich dieses Seengebietes schließt sich das Sternberg-Krakower Seengebiet mit seiner sumpfigen Landschaft an. Der Krakower Obersee mit acht Inseln wurde als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung für Sportboote gesperrt. Etwas anders geartet ist die Kleinseenplatte südlich von Mirow und Neustrelitz. Hunderte kleiner und kleinster türkisgrün und azurblau schimmernder Seen und Teiche, die zum Teil schon in Brandenburg liegen, verteilen sich dort zwischen bewaldeten Hügeln. Zum einzigartigen Biotop konnte sich die Landschaft auch deshalb entwickeln, weil sie zu DDR-Zeiten kaum beachtet wurde.

In dem seit jeher landwirtschaftlich geprägten Land hat sich fast keine Industrie angesiedelt. Davon profitieren Luft, Wasser und Flora sowie viele bedrohte Tierarten. Um die Seenplatte kann man noch See- und Fischadler kreisen sehen, Störche, die auf einsamen Gehöften nisten, Kraniche und Kormorane, die sich neben einem der Seen ausruhen, und sogar die selten gewordenen Biber und Eisvögel sind dort zu finden. Kleine Städte, romantische Dörfer und zahlreiche Seen inmitten heiler Natur, so etwas spricht sich herum. Immer mehr Naturfreunde und Erholungssuchende zieht es an die Mecklenburgische Seenplatte. Still und besinnlich geht es zu in dem dünn besiedelten Landstrich, der sich gut erwandern oder per Rad erkunden lässt und natürlich ein Eldorado für Wassersportfreunde ist!

Spannende Entdeckungsreise per Boot

Die Mecklenburgische Seenplatte kann man auf vielfältige Weise erkunden. Am meisten Spaß macht es natürlich per Boot die vielen Seen, Kanäle und Wasserwege versprechen eine spannende Entdeckungsreise. Da gibt es einerseits die Mecklenburger Oberseen, wie Plauer See, Fleesensee, Kölpingsee und die Müritz um nur die vier größten zu nennen und andererseits die Kleinmecklenburger Seenplatte.

Plauer See und Fleesensee sind durch den kleineren und schmalen Petersdorfer See und den Malchower See verbunden. Bei Malchow muss eine Drehbrücke passiert werden. Zwischen Fleesensee, Kölpingsee und Müritz besteht die Verbindung aus einer künstlich ausgebauten Schifffahrtsstraße. Diese macht jedoch mit ihren seeartigen Erweiterungen, Schilfbuchten und Seerosen einen eher romantischen als künstlichen Eindruck.  Große Teile des Ostufers der Müritz sind Naturschutzgebiet, ebenso wie der Damerower Werder mit seinen Wiesent-Gehegen oder der nordwestliche Zipfel des Plauer Sees. Außerhalb dieser Sperrgebiete darf noch überall frei angelegt werden.

Die Seen der Kleinmecklenburger Seenplatte sind alle relativ klein und haben etwa die Größe des Tegernsees oder Schliersees. Es sind ca. 100 Seen und die meisten sind durch Kanäle verbunden. Wer schon bei den großen Oberseen von der unberührten Natur begeistert war, wird sich in die Kleinmecklenburger Seenplatte verlieben. Hier wird man von einer Landschaft verwöhnt, die einem wie ein deutscher Amazonas vorkommt. Es sollen hier keine einzelnen Seen beschrieben werden, jeder sollte das Vergnügen haben, selbst Entdecker zu spielen. Man vergesse das Meilenfressen, hier kommt es nicht auf die zurückgelegte Strecke an. Besser, man lässt seine Füße und Seele über die Bordwand baumeln und genießt Natur pur. Nach einem Fischreiher oder Kormoran schaut man sich nach zwei Tagen nicht einmal mehr um.

Wo noch Kraniche, Adler und Biber leben

Der Müritz Nationalpark ist berühmt für seinen Reichtum an Pflanzen- und Tierarten. Das gut 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet ist berühmt für seinen Bestand an Kranichen, See- und Fischadlern, Biber und Fischotter. Wildgänse, Kormorane, Reiher oder Haubentaucher gehören für Wassersportler zur täglichen Erscheinung. Um diese Artenvielfalt zu erhalten, sind einige Seen für Boote mit Motorantrieb vollständig gesperrt (was durch gelbe Bojen markiert ist):

Müritz: Fast das gesamte Ostufer des Sees ist Sperrgebiet, Anlegen ist strikt verboten, ebenso großer Schwerin (vor Röbel). Plauer See: Die nordwestliche Spitze des Sees gilt als Naturschutzgebiet und ist für Sportboote gesperrt. Kleinmecklenburger Seen: Schwarzer See, Woterfitzsee, Rätzsee und Plätlinsee, um nur einige zu nennen, sind für Boote mit Motorantrieb gesperrt. Dies sind nur die wichtigsten Beispiele, genauere Informationen findet man in den aktuellen Sportbootkarten.

Glitzerndes Wasser, mächtige Linden und Fischräuchereien

Natur wie am ersten Tag und es gibt überall Wasser, klar und glitzernd. Die Wasserwege sind abwechslungsreich, naturbelassene Wälder, Heidelandschaft und grüne Ebenen erfreuen das Auge. Typische Pfahlbauten entlang der Böschung und barocke Schlösser sind sehenswert. Ab und an tauchen die märkischen Dörfer zwischen mächtigen Eichen und Linden am Ufer auf. Fischräuchereien und Biergärten laden ein, für eine Weile das Bootsdeck zu verlassen.

Die mecklenburgische Seenplatte ist das größte geschlossene Seengebiet Europas. Zusammen mit den brandenburgischen Gewässern um Berlin bilden sie eine pittoreske Seen- und Flusslandschaft. Weite Teile stehen unter Naturschutz und sind Lebensraum für selten gewordene Pflanzen und Tiere. Hier kann man zum Beispiel Reiher, Fischadler und Eisvögel beobachten. Die Wasserwege sind abwechslungsreich: kleine und größere Seen, verbunden durch Flussläufe und Kanäle mit nur wenigen Schleusen. An den Ufern naturbelassene Wälder, Heidelandschaft und grüne Ebenen. Hier findet man überall gute Anker- und Badeplätze. Das gilt ganz besonders für Seen und Nebengewässer, die wenig befahren und daher besonders reizvoll sind.

Abwechslungsreich sind auch die Möglichkeiten außerhalb des Bootes: Mountainbike fahren, Angeln, Baden, Kanu fahren, Surfen, Besichtigung historischer Orte. Die Reisegeschwindigkeit in der schwimmenden Ferienwohnung lässt sich nach Lust und Laune ganz individuell bestimmen.

Im Zentrum der mecklenburgischen Seen befindet sich die Große Müritz, der größte Binnensee Deutschlands, mit der im Norden liegenden, hübschen Kreisstadt Waren. Westlich hiervon gelangt man über die großen Seen bis nach Plau und in die Elde-Müritz-Wasserstraße, welche die Seen mit der Elbe verbindet. Südöstlich der Müritz erstreckt sich die Kleinseenplatte bis ins Brandenburgische. Über die Havel schließlich gelangt man bis nach Berlin.

Wind und Wetter: Es herrscht kontinentales Klima. Die Winter sind kalt und die Sommer warm. Die Müritz ist an vielen Stellen recht flach. Das bewirkt bei auffrischendem Wind einen steilen und kurzen Wellengang. Dabei sind Wellen über einem Meter Höhe möglich! Über die Weite der Wasserfläche kann der Wind erheblich an Stärke gewinnen. Wenn der Wind zusätzlich über eine der weiten Buchten kommt (z.B. bei Westwind aus Richtung Röbel oder Sietow), ergibt sich ein „Düseneffekt“.